Filser Buam zur förderung des bayerischen Brauchtums
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FILSER-THEATER

Vorhang auf!

 

 

Großes Theater boten die Filser-Buam aber nicht nur auf ihren Bällen, sondern auch auf den Herbst- und Starkbierfesten in der Max-Emanuel-Brauerei. Die Aufführungen, stets typisch bayerische Schauspiele, wie Ludwig Thomas „1. Klasse", sorgten für großes Aufsehen. Und das nicht nur in der Presse. Kein Wunder, fanden sich doch in den Reihen der Filser so bekannte Volksschauspieler wie Sepp Wenshofer und Willy Anders wieder. Angeleitet von Filser-Bua und ZDF-Regisseur Jürgen Feindt feierte man reichlich Erfolge und erntete Begeisterungsstürme. Auch die Choreographie des legendären Neandertaler-Balletts vom Filser-Ball 1971 stammt von ihm. Der Lohn folgte ein Jahr später, als die Stadt München die Filser-Buam einlud auf den Faschingsbühnen der Stadt zu tanzen. Und das alles ohne Playback!

 

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DER FIRMLING

 


1. KLASSE

DIE FILSER-SCHAUSPIELER (V.L.): ADI FRIESER, WERNER BRÜHNING, ERIKA ETTWEIN UND SEPP WENSHOFER
 


EIN MÜNCHNER IM HIMMEL

ENGEL HEINZ JAHNEL UND ALOISIUS SEPP WENSHOFER
DA SCHMECKT DEM ALOISIUS ALIAS SEPP WENSHOFER DAS BIER WIEDER SO RICHTIG



Eines der ersten Theaterstücke, „Ein Münchner im Himmel", erlebte 1972 seine Uraufführung in der Max-Emanuel Brauerei, wo die Filser ihr Herbstfest feierten. Der Erfolg war groß und alle Kritiker waren sich einig, solch ein Schauspiel sollte man auch auf dem Lande aufführen. Also ging's schnurstracks auf Tournee. Ziel: Icking und seine damalige Post-Wirtschaft. Denn deren riesiger altbayerischer Saal bot reichlich Platz für ein paar hundert Gäste. Doch bis es zur Aufführung kam, stand erst einmal eine Probe an, und die hatte es in sich.

 

Schwebte der Engel Heinz Jahnel in der Max-Emanuel-Brauerei nur fünf Meter durch den Raum, so hing der Ickinger Himmel schon etwas höher. Satte 30 Meter galt es ohne Sturzflug zu überwinden. Als nun besagter Engel zur Probe wollte, fing ihn Ehrenfilser James Graser ab und verwickelte ihn in ein Gespräch. 15 Minuten später schaffte es Jahnel endlich dem Graser zu entkommen, erklomm die Empore, ließ sich am Seil befestigen und schwebte engelsgleich hinab auf die Bühne.

 

So weit so gut. Was der Engel aber nicht wusste, war, dass es kurz zuvor einen heftigen Unfall gegeben hatte. Denn das an einer Betonsäule eingehängte Seil überlebte die Belastungsprobe nicht, riss und verletzte den Bruder von Filser Gerd Kunz schwer an der Schulter. Beim zweiten Versuch wickelte man das Seil gleich komplett um die Säule und verschwieg sicherheitshalber das kleine Malheur. Und so schwebte Engel Jahnel recht beschwingt durch den Saal. Sehr zur Freude der Zuschauer. Denn diese zupften ohne Ende an seinem Ministrantenkleid und versetzten ihn so in göttliche Schwingungen.